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Rezension: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag

 

 

 

Titel: Den Mund voll ungesagter Worte

Autorin: Anne Freytag

Verlag: Heyne Verlag

Seiten: 395

Preis: Print: 14,99€; eBook: 11,99€

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Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie.

Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

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Ich bin wirklich sehr angetan von dem schönen Cover. Ich finde es passt sehr gut zu der Geschichte. Auch die Gestaltung im Buch ist gut gewählt. Vorne sieht man schöne Zeichnungen von Sophie und hinten zwei Playlists die das ganze Buch begleiten.

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Er ist geschrieben wie jeder andere, aber ich musste wissen was zwischen Sophie und Alex passiert. Es hat mir keine Ruhe gelassen und sowas zeigt doch, das der Autor alles richtig gemacht hat oder?

Der Schreibstil ist locker leicht. Er hat mich überzeugt, da ich sowohl lachen als auch weinen konnte. Leider hatte ich nicht viel Zeit zum lesen, aber wenn ich gelesen habe sind die Seiten geflogen. Es gab wunderschöne Sachen, die die Protagonistinnen gesagt haben und ich habe einfach weinen müssen. Anne hat es geschafft ein wunderbares Bild in meinem Kopf zu erzeugen und ich habe Sophie immer vor mir gesehen.

Sophie kommt mir sehr bekannt vor. Ich kenne eine Sophie. Und das hat das Buch für mich so real gemacht. Oft denkt man sich „Ach joa, dass könnte natürlich wirklich irgendwo so sein.“, hier dachte ich „Genau so ist es wirklich.“. Daher hat es mich absolut überzeugt. Es ist ein „Problem“ mit dem viele Jugendliche sich evtl. identifizieren können. Man weiß nicht wer man ist oder wer man sein möchte. Ich fand es klasse, dass die Mädels „normale“ Probleme hatten. Nichts abgedrehtes was eigentlich nur Buchcharakteren passiert, sondern Probleme die wir alle haben. Alltägliches.

Sophie ist nicht einfach. Und das beste daran ist: Sie weiß es selbst. Sie hat ihr Ecken und Kanten und vielleicht kommen einige nicht mir ihr klar. Aber ich fand sie wunderbar. Sie ist einfach menschlich. Viel zu oft sagt sie nicht das was sie denkt, was eigentlich schade ist, denn das würde sie viel schneller viel weiter bringen. Sie selbst sagt, sie sei keine Sympathieträgerin, was ich aber ganz anders sehe. Sie ist cool, verwirrt aber nicht typisch Buchfigur. Klar hat sie auch ihre schlechten Tage. Vor allem das Verhältnis zu ihrem Vater ist sehr angespannt, nachdem er sie aus Hamburg gerissen hat und mit ihr nach München zu seiner „neuen Familie“ gezogen ist.
Alex hat es auf den ersten Blick viel einfacher. Sie hat einen festen Freund, ist beliebt, hat viel Geld und eine perfekte Familie. Aber auch ihre Fassade fängt an zubröckeln.
Es gibt in diesem Buch keine Person die man wirklich nicht mag. Sie sind halt alle wie du und ich. Normale Probleme und sie reden wie es ihnen passt. Besonders Lukas finde ich unheimlich interessant. Er hat eine besondere Beziehung zu Sophie und ich bin begeistert von seiner lockeren Art.

Die Entwicklung der Geschichte hat mir sehr gefallen. Es gab nicht immer richtige Entscheidungen, aber so ist das. Man merkt, dass es anders zwischen den Protagonisten wird. Zwischen Sophie und Lena (die neue Freundin ihres Vaters). Zwischen Sophie und Alex. Zwischen Alex und ihrem Freund. Im nächsten Moment war es nicht vorhersehbar was passiert und das war schön.

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Sehr schade, dass ich die Welt von Sophie schon verlassen musste. Für mich ein Roman, den man lesen muss um zu verstehen wie wichtig die Findungsphase für Jugendliche ist.

Manchmal müssen wir einfach mutig sein, um das zu sagen, was wir eigentlich nicht sagen würden.

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Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag

Schönen Tag euch noch,

Weisser-hintergrund

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3 Kommentare zu „Rezension: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag

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